François Chatriot – zweimal Frankreich

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François Chatriot Foto: Y. Leclercq (2018), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

François Chatriot, geboren 1952 in Paris (ein genaues Geburtsdatum nennen die Quellen widersprüchlich), war der Asphaltspezialist unter den M3-Rallyefahrern – und der erfolgreichste. Zwei französische Meistertitel in Folge, 1989 und 1990, jeweils im Prodrive-Bastos-M3 mit Beifahrer Michel Périn, dazu zwei Podestplätze bei der Tour de Corse: In keinem anderen Land hat der M3 im Rallyesport so viel gewonnen wie in Frankreich mit Chatriot am Steuer.

Seine Laufbahn begann Mitte der Siebziger, ab 1982 fuhr er für Renault – vom R5 Turbo bis zum Werks-R11-Turbo in der Weltmeisterschaft. 1988 holte ihn Prodrive als Nachfolger von Bernard Béguin ins Bastos-Team, und Chatriot lieferte sofort: Platz vier bei der Tour de Corse, Rang vier der Meisterschaft im ersten Jahr.

1989 folgte die perfekte Saison: fünf Laufsiege – Alpin-Behra, Mont-Blanc, Tour auto de Nice, Antibes und Var – und der Titel, dazu Platz zwei bei der Tour de Corse hinter dem Werks-Lancia von Auriol. 1990 verteidigte er den Titel mit vier weiteren Siegen und wurde bei der Tour de Corse Dritter – als letzter Fahrer, der einen heckgetriebenen Wagen aufs Podium eines WM-Asphaltlaufs stellte.

Chatriot im M3, Jahr für Jahr

JahrSerieTeamRallyeErgebnis
1988Rallye-WMProdrive/BMW France (Beifahrer Périn)Tour de Corse4.
1988Französische Rallye-MeisterschaftProdriveSiege: Garrigues, Alsace-Vosges4. der Endwertung
1989Französische Rallye-MeisterschaftProdrive BastosSiege: Alpin-Behra, Mont-Blanc, Tour auto de Nice, Antibes, VarMeister
1989Rallye-WMProdrive BastosTour de Corse2.
1990Französische Rallye-MeisterschaftProdrive BastosSiege: Garrigues, Alpin-Behra, Alsace-Vosges, RouergueMeister
1990Rallye-WMProdrive BastosTour de Corse3.

Das Chassis seines 1988er-Autos ist dokumentiert: P88-015, das später in FINA-Farben an Marc Duez ging – ein gutes Beispiel dafür, wie die Prodrive-Autos weiterwanderten.

Nach dem M3

Als BMW das Rallye-Programm auslaufen ließ, wechselte Chatriot 1991 auf den Subaru Legacy – wieder bei Prodrive, das gerade seine große Subaru-Ära begann – und später auf Nissan. 1994 gewann er die Boucles de Spa, danach wurde er Sportdirektor im französischen Motorsport, unter anderem bei Peugeot. Die beiden Meisterjahre mit dem Bastos-M3 aber blieben der Höhepunkt: ein Heckantriebs-Sauger, der auf französischem Asphalt zwei Jahre lang schlicht nicht zu schlagen war.


Quellen dieser Seite: François Chatriot (Wikipedia FR) · juwra.com zu den Tour-de-Corse-Ergebnissen 1988–1990 · driverdb.com · Chassis-Dokumentation P88-015 (Supercar Nostalgia, Car & Classic). Abweichende Angaben sind im Text gekennzeichnet.

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